Energie & Sein

"Wenn Sie denken, zu gewinnen, sind Sie im Spiel verloren."

Energiespiele sind Teil der Erde und jedes Menschen. Auf unserer Suche nach Vollkommenheit, versuchten wir, uns mit Energie von außen zu füllen. Im Laufe vieler, vieler Leben haben wir uns immer mehr in den entstandenen Spielen verloren. Wir sind getrieben von Macht, Geld, Sex, Bestätigung, Drama, Eifersucht, Kicks, Manipulation.

Atmen.

 

Angefleht vom nächsten Kick:

„Bitte spring! Nur noch die Hürde.“

Mach ich gleich, wart, Augenblick –

Wohin sprang die Menschenwürde?

 

Das ganze Spiel ist eine Illusion. Sie sind alles. Sie erzeugen den Mangel und die Leere, genauso wie die Vollkommenheit und Fülle. Die eine Seite gibt es nicht ohne die andere. Wir wechseln die Seiten abertausende Male, mal gewinnt man, mal verliert man, und so weiter. Doch wenn Sie kurz innehalten und einen bewussten Atemzug nehmen, ist alles da. Sie fühlen, dass Sie existieren, dass Sie sind. Sie können nicht mehr oder weniger existieren.

 

Sie haben die Spiele und Aspekte, die Sie in den vielen Leben gestaltet haben, bisher gut versteckt gehalten. Wenn Sie diese jetzt nach und nach entdecken, ist das keine leichte Arbeit. Sie werden entdecken, wie Sie die Verantwortung für Ihr Leben abgegeben haben und nur noch von der Suche nach Energie getrieben waren. Sie werden die dunklen Spielchen entdecken, die Sie in allen Lebensbereichen ausgebreitet haben, als Täter und Opfer, Gewinner und Verlierer. Doch am Ende werden Sie merken, dass Sie immer beide Seiten sind, dass Sie nur mit und gegen sich selbst spielen. Dass Sie nie mit anderen Menschen spielen oder ihnen weh tun, sondern immer nur sich selbst.


Wenn Sie beginnen, alles nach Hause zu holen, also auch die dunklen Energiespiele und Aspekte, ist das keine leichte, angenehme Arbeit. Sie müssen diese Teile entdecken und wahrnehmen, Sie müssen sie langsam aus ihrer dunklen Ecke hervorholen und in Ihr Haus einladen. Öffnen Sie diese Tür, ist der wichtigste Schritt schon getan, und jetzt schauen Sie sich an, was Sie dort in der dunklen Ecke alles abgeladen haben.

Wenn einer der folgenden Aspekte auftaucht, ist es Ihr Spiel, das sich verschiedenen Aspekten bedient und Ihre Gedanken nutzt.

Es hat sich überall ausgebreitet, denn Sie haben die Verantwortung für Ihre Aspekte und Ihre Gedanken abgegeben.

 

Drama - "Was ich alles angestellt habe, ist so schlimm, das kann ich mir nie vergeben." Meistens produzieren Ihre Aspekte dazu noch ein paar große Krokodilstränen, damit alles noch schwerer wirkt. Mit der "Drama-Brille" sehen Sie alles durch einen Schleier, erst wenn Sie sie absetzen, können Sie Ihre Erfahrungen in ihrer Ganzheit wahrnehmen. 

Trott/Delirium/Gewohnheit - Einfach Augen zu und am nächsten Tag aufstehen und wieder dasselbe machen. Man gewöhnt sich an alles, auch an die anstrengsten und dunkelsten Spielchen.

Ablenkung - "Ich bin so müde. Ich will doch nur einen entspannten Abend." oder "Ich habe keine Zeit, ich muss noch irgendetwas erledigen" Tricks, um das klare Gefühl in weite Ferne zu schieben.

Oberflächlichkeit - "Alles gut, alles halb so wild"

Erleichterung, Tränen - "Ich weine mal kurz, weil alles so anstrengend ist, dann geht es mir besser" Damit lassen Sie den Aspekten freien Lauf. Was sich wie eine Welle von Erleichterung anfühlt, verschmiert die Klarheit und Wahrnehmung.

Leere - "Wenn ich nicht mehr spiele, mich nicht mehr in meinen Gedanken verliere, keinen Kick mehr brauche, was mache ich denn dann?" Leere gibt es im Sein nicht. Wir erzeugen sie, damit wir ewig weiterspielen können.

Zweifel - "Was, wenn ich in meinen Spielen verloren gehe, die Aspekte gewinnen?"

Schmerz - ist eine kurze Erinnerung, dass Sie etwas verändern wollen. Das Spiel nutzt ihn genau für das Gegenteil: "Wenn es weh tut, brauche ich Energie, um mich besser zu fühlen" und damit spielen Sie weiter.

Selbstmitleid - "Ich Arme/r, das ist so schwer, das Spiel ist so groß, damit kann ich ja nie aufhören."

oder von der anderen Seite, mit Trotz: "Ich bin eben so, kann ich ja nichts dafür."

Beleidigt-Sein - "Lass mich in Ruhe, ich will Bestätigung/Schokolade/Energie/Geld..."

Nichts sagen - ein beliebter Trick, vor allem wenn Sie mit einem Lehrer arbeiten. "Wenn ich ihn reden lasse und nichts sage, kann ich im Hintergrund die ganze Zeit weiterspielen"

oder das Gleiche, nur in einem anderen Gewand, der falsche Meister - Ich tu weise und als würde ich die Arbeit machen, ich analysiere alles, aber fühle nichts dabei.

Überzeugen - "Ich mache doch keine Spiele, ich bin nicht dunkel. Ich habe alle meine Aspekte verabschiedet."

schlechtes Gewissen - ein ausgefeiltes Spiel. Anstatt Verantwortung zu übernehmen, nehmen Sie Energie von außen, z.B. indem Ihnen jemand sagt "Ist nicht so schlimm, was du machst."

 

Jeder hat diese oder so ähnliche Aspekte, Sie können die Liste noch weiterführen. Viele der Aspekte arbeiten von zwei Seiten, zum Beispiel die Oberflächlichkeit und das Drama oder Selbstmitleid und Trotz. Dadurch entstehen lange Runden, in denen ein Aspekt den nächsten ablöst.

Es dauert etwas, bis sie alle zum Vorschein kommmen und Sie sich eingestehen, dass Sie sich so verhalten. Das ist auch der erste Schritt, um Ihre Energiespiele loszulassen: Übernehmen Sie Verantwortung. Für alles.

Ein Werkzeug, um dies zu tun, ist, einen klaren Gedanken zu fassen. Halten Sie inne, atmen Sie ein, stoppen Sie kurz das Gedankenkarussell: "Was habe ich gemacht?" oder "Was geschieht gerade?" Sobald Sie sich das fragen, bekommen Sie eine klare Antwort und Ihr Kopf ist ruhig. Die Runde ist beendet.

Sie haben Ihr Spiel angeschaut, Sie haben wahrgenommen, wie Sie Ihren Aspekten die Kontrolle übergeben und sind bewusst aus dem Karussell ausgestiegen. Damit haben Sie die Arbeit gemacht. Wenn Sie diese Erfahrung nicht verdrängen, ist es nicht mehr notwendig weitere Runden zu machen.

 

Viele Menschen sind aber sehr dickköpfig und versuchen immer wieder, sich zu beweisen, dass Sie von Energiespielen und Aspekten getrieben sind. Wann immer Sie dort hinein gehen, der Sturm in Ihnen tobt, öffnen Sie sich. Die erste Reaktion ist, sich klein und eng zu machen, um sich schützen. Aber genau in dieser Enge fühlt sich ihr Spiel zu Hause und kann wüten. Öffnen Sie sich, breiten Sie sich aus, atmen Sie, nehmen Sie alles wahr - und der Sturm wird immer kleiner. Denn Sie fühlen, dass Sie alles sind, dass Sie den Sturm in Ihrer Hand halten.

Sobald Sie ihn dort halten, können Sie ihn jeder Zeit loslassen.

Die Tränen, die Sie jetzt fühlen, dürfen Sie gerne rauslassen.

Vergeben Sie sich. Vergeben Sie sich, dass Sie vom nächsten Kick getrieben waren. Dass Sie sich selbst ausgesaugt haben. Dass Sie sich so lange begrenzt haben.