Gedichte

"Der Blick des Meisters"

Gedichte sind wie Bilder oder Musikstücke, die eine Aussage mit Tönen, Bildern und Farben ausdrücken. Die Worte sind die enge Form, die den Kopf beschäftigt und in der sich ein weites Gefühl verbirgt.

 

Jedes Gedicht ist dadurch ein leichter Zugang zum eigenen Gefühl.


Betäubt

 

Blind – ein Schleier vor den Augen.

Was ich nicht sehe, bin ich nicht.

Betäubt vom frommen Aberglauben –

die Dunkelheit zerbricht das Licht.

 

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Der Augenblick

 

Aufgeschnürt am Scheunentor
vereint aus großer Weite
stirbt des Sommers Ährenchor –
geneigt zur sich‘ren Seite.

 

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Größenwahn

 

Gefallen – ein unbedachter Schlag
zerstört die Weisheit dichter Ringe –
was Wahrnehmung lang nicht vermag,
entgleitet leicht dem – Ich erzwinge.

 

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Weihnachten Ist Wunderbar

 

Endlich wieder Weihnachten,

der Dezember ist kaum da.

Der Kopf ist voller Leichtigkeit

und alle schreien „Wunderbar“.

 

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