> Klarheit & Bewusstsein

"Klarheit ist, sich der eigenen Unklarheit bewusst zu sein."

Klarheit, Bewusstsein, Ohne Wertung

Klarheit

Eine leichte Sache sollte man meinen. Nicht ganz. Die meisten Menschen haben mit der eigenen Klarheit so einige Schwierigkeiten.

Dabei fällt es oft leicht, klar bei der Betrachtung anderer zu sein. Wir sagen zum Beispiel leicht über andere: "Die zwei sollten sich besser scheiden lassen, die können sich ja nicht mehr ausstehen." Diese Klarheit über sich selbst zu sagen schieben wir gerne ein paar Jahre vor uns her. Denn die meisten Menschen möchten sich als leicht, glücklich und gut darstellen. Diese Teile ihres Seins sind aber nur eine Seite des Ganzen. Um Ihre Vollkommenheit zu leben, gehört dazu, auch die andere Seite zu akzeptieren.

Wenn Sie ein Menü genießen, möchten Sie ja auch nicht nur Nachspeisen, sondern gerne auch ein deftiges Stück Fleisch oder einen salzigen Fisch essen. Und dabei ist das Stück Fleisch nicht weniger wert als die süße Nachspeise.

 

Um also diese andere, "schlechte" Seite von sich wegzuschieben, müssen wir große Unklarheiten aufbauen um den Schein für andere, und uns selbst, aufrecht zu erhalten. Denn diese Seite zuzulassen bedeutet oft Erwartungen eines selbst und der Masse nicht zu erfüllen. Die Folge solchen Verhaltens ist also ein tiefer Fall in der großen Wertetabelle der Gesellschaft. Davor haben wir Menschen große Angst, denn es bedeutet keine Energie mehr in Form von Anerkennung oder Zugehörigkeit aus diesem Spiel zu gewinnen - Sie verlassen das Spielfeld.

Klarheit hat jedoch auch eine weniger anstrengende Seite: Sie hilft jedem Menschen wirklich das eigene Leben zu leben, nicht eine wunderbar ausgedachte Vision davon.

Probieren Sie es mal aus. Einen Tag lang, ohne sich etwas vorzumachen. Im Laufe des Tages können Sie sich dann folgende Fragen beantworten: Stehen Sie wirklich gerne so früh auf? Ist Ihre Arbeit wirklich noch aushaltbar? Ist Ihr Partner tatsächlich der richtige in dieser Zeit? Rede ich mir dauernd Sachen schön, um mich zu beruhigen? Ist mein Lieblingssatz: „So schlimm ist es doch gar nicht“! Wie oft bin ich einfach mal nett? Wie oft sage ich nichts, um mir vermeintlichen Ärger zu ersparen? Wie selten habe ich Zeit für mich ganz alleine? Wie oft lüge ich mich an? Wie viele andere mache Ich für meine Lage verantwortlich? Das sind ein paar der vielen Unklarheiten, die man täglich in sein Ich hereinlässt. Klarheit erfordert nun nicht, alles ab morgen zu verändern.

Klarheit ist, sich der eigenen Unklarheit bewusst zu sein. Die Veränderung kommt dann von alleine.

 

Als ich anfing mit Klarheit zu arbeiten, war meine erste Übung jeden Satz mit "Ich..." anzufangen: Ich habe Drama gemacht. Ich hab' das saugut gemacht. ... Somit hatte ich keine Chance meine Sachen auf andere zu schieben - nicht dass ich es nicht probiert hätte oder immer wieder probiere. Es bewegt sich jedoch automatisch weg von Schuld oder Abhängigkeiten, egal wie sehr man denkt, diese Werkzeuge würden etwas erleichtern.

Ich konnte nicht mehr sagen: Meine Eltern sind abhängig und wollen mich nicht loslassen, sondern: Ich bin noch abhängig und sie haben es mir gezeigt. Wenn ich etwas loslassen will, kann nur ich das tun und sonst niemand.

Wie Sie merken geht es bei der Klarheit ausschließlich um einen selbst. Nicht selten spiegelt das Massenbewusstsein einem dann: Du Egoist, wie kannst du nur so etwas sagen! Es geht doch nicht immer nur um dich!...

All diese Herausforderungen, genauso wie Lob und Bestätigung von der anderen Seite, zeigten mir immer nur: Steh' zu dir und deiner Klarheit!

Meine Antwort ist dann, ziemlich egoistisch, also: "Ja, für mich geht es nur um mich."

 

Wenn Sie Klarheit in Ihr Leben lassen, können Sie sich selbst nichts mehr vormachen. Sie leben, wer Sie sind! Und nicht mehr, was man sein sollte oder was man denkt zu sein. Die eigenen Gedanken und Wertungen, sowie die der anderen verlieren ihre Bedeutung. Hat Ihr Leben in diesem Prozess noch viel Abhängigkeit, Schwere, Drama, wird die Klarheit all das mit der Zeit auflösen. Denn das Sein braucht zum Sein nur sich selbst.


Bewusstsein

Ein cooles Thema! Und für jeden, vom Neurobiologen bis zum Philosophen, eine riesige Herausforderung. Denn unser Gehirn verzweifelt daran, Gefühle, dunkle Materie, Nahtoderfahrungen, Träume ... zu verstehen, weil diese einfach nicht messbar sind. Da aber keine Zweifel bestehen, dass diese Sachen existieren, hat man sich darauf geeinigt, dass es ein Unterbewusstsein geben muss. Wer nun unseren Körper und unser Denken steuert, das Gehirn oder das Unterbewusstsein, ist für die Wissenschaft lange noch nicht ausdiskutiert.

 

Hier ein kleines Spiel mit Ihrem Gehirn: Fragen Sie sich einmal: "Wer bin Ich?"  Ihr Kopf wird sich sofort in ein Karussell an Erklärungen, Theorien und vor allem vielen neuen Fragen stürzen: Was soll das heißen? Wer bin ich denn jetzt wirklich? Wieso bin ich anders als andere? Bin ich überhaupt anders als andere? Was soll dieses Sein überhaupt sein? Was ist der Sinn dahinter?  Was passiert wenn ich sterbe?

Nehmen Sie sich Zeit, suchen Sie Antworten.

 

Irgendwann werden Sie merken, dass dieser Kreisel kein Ende nehmen wird. Denn Ihr Kopf ist absichtlich begrenzt konstruiert, damit Sie seine Grenzen sprengen können. Und außerhalb dieser Grenzen werden Sie auf Bewusstsein stoßen, und das lässt sich nur fühlen, nicht denken.

Einen Zugang zu diesem Bewusstsein öffnete Max Planck mit der Quantenphysik, denn auch um diese zuzulassen müssen wir alte Gefährten  wie Logik und Vorstellungskraft außen vor lassen. So besagt zum Beispiel die Superposition der Quantenteilchen, dass ein einziges Teilchen an vielen verschiedenen Orten gleichzeitig sein kann.

Sobald nun Informationen in dieses System gelangen (z.B. ein Beobachter) geht diese Eigenschaft der Quantenteilchen verloren und sie befinden sich plötzlich an nur einem Ort. Gleiches gilt auch für Atome. Und da wir alle aus Atomen bestehen, auch für uns Menschen. Sie existieren also als atomares Wesen überall gleichzeitig, nur Ihr Bewusstsein bindet Sie an den Ort und die Zeit, die Sie gerade wahrnehmen.

 

Also steht hinter allem, was hier existiert und was wir gestalten, ein Bewusstsein. Die ganze Erde mit all ihren Regeln (zum Beispiel der Gravitation) ist aus Bewusstsein gestaltet. Alles was um Sie herum passiert (und noch viel mehr!), gestalten Sie mit Ihrem Bewusstsein.

Dabei nehmen Sie teilweise Bewusstseinsströme von außen auf, das Massenbewusstsein. Ein schönes Beispiel dafür sind zum Beispiel Religionen. Diese beruhen oft auf großen Wertetabellen (z.B. 10 Gebote), Ritualen und Abgrenzung, die vielen Menschen ein Gefühl geben, besonders zu sein, gebraucht zu werden oder ein weit entferntes, unglaubliches Ziel erreichen zu können. Sie werden Teil dieses Massenbewusstseins, sobald Sie dieses Bewusstsein  aufnehmen und mittragen. Je mehr Menschen ein Bewusstsein teilen, umso größer ist die Macht zur Veränderung, die es mit sich bringt. Das haben religiöse Institutionen früh verstanden und können deshalb die Menschen durch Angst, Versprechen, Belohnung, Regeln und Gesetze, sehr leicht manipulieren und steuern. (Ohne Wertung! Siehe Manipulation)

Eigentlich wissen Sie alle tief im Inneren, dass es Gut und Böse, Himmel und Hölle gar nicht wirklich gibt, und gleichzeitig fühlt man, wie lange es dauert, so ein großes Bewusstsein loszulassen und ein anderes zu entdecken. Dennoch geschieht es, wie man seit einigen Jahren an den Kirchenaustritten sehen kann, schneller als man dachte.

All diese unterschiedlichen Strömungen von Bewusstseinsgruppen bewegen alles, was es gibt. Und diese Bewegung ist in den Veränderungen, die wir beobachten können, deutlich zu spüren. Zum Beispiel werden die Erde und das Klima für alle Menschen bewegende Themen. (Auch das hat bei drei kleinen Wissenschaftlern begonnen, die anfangs richtig ausgelacht wurden.) Bessere Nahrung und ein gesünderes Leben werden immer beliebter. Und so weiter und so weiter….

 

In einer Welt OHNE WERTUNG wird schnell klar, dass dieses Massenbewusstsein nichts Schlechtes oder Gutes ist. Es fördert vielmehr jeden Menschen zu unterscheiden, was sein eigenes Bewusstsein ist und was er an Massenbewusstsein aufgenommen hat. Die meisten Menschen lassen sich hier sehr leicht täuschen und fallen auf den großen schönen Schein herein. Jedoch kann immer nur etwas, was Sie bewusst als Teil von sich definieren, auch Teil von Ihnen sein. Sagt Ihnen das Massenbewusstsein also, dass Sie schön (oder nicht schön) sind, ist das ein Schein, denn wir alle wissen, wie oft sich die Schönheitsideale des Massenbewusstseins ändern...

Wirklich schön sind Sie, wenn Sie sich selbst, Waschbrettbauch hin oder her, schön finden.

 

Wo wir wieder beim "Ich - Bewusstsein" angelangt wären. Und hier finden Sie die Antwort auf die Frage "Wer bin ich?" -  Ich bin, der ich bin! Existieren, heißt existieren. Sein, ist einfach nur sein.

Niemand kann es erklären, doch jeder kann es fühlen. Das Spannende sind die Konsequenzen daraus, die sogar unser Gehirn zum Teil verstehen kann. Wenn ich also bin, bin ich Teil von allem, was ist. Damit ist alles, was ist, auch Teil von mir. Demnach kann ich alles sein, was ich sein will. Und genau so ist es. Sie können alles sein, was Sie nur sein wollen! Lehrer, Architekt, Schauspieler, Schneider, Arzt, Physiker oder Politiker werden Sie nicht, weil ein bestimmtes Diplom oder eine Gruppe Sie dazu definiert, sondern weil Sie sich bewusst dafür entscheiden. Sie können sogar entscheiden, nichts zu sein. Und das Schöne an dieser Erfahrung ist, dass Sie immer noch sind, auch wenn sie sich als nicht definieren.

 

Gleich ob von der Masse oder durch Ihr eigenes Ich verursacht, hat jede Bewegung und Veränderung in Ihrem Bewusstsein eine wunderbare Folge. Alles, was Sie mit Ihrem Bewusstsein akzeptieren und gestalten, wird in Ihrer Realität auch wahr. Das heißt, was Sie wirklich wollen, leben Sie gerade! Das können Sie jederzeit verändern, indem Sie sich schlicht für etwas anderes entscheiden.

Dabei werden Sie nur in Freiheit gestalten können, wenn Sie sich vollständig vom Massenbewusstsein lösen. Teil vom Massenbewusstsein ist noch jeder von uns. Sich davon komplett zu trennen, wird eine große Herausforderung. Sollten Sie wirklich überzeugt sein, es geschafft zu haben, dann grüßen Sie mir die Sterne, denn auf Gravitation haben sich alle geeinigt, die nach wie vor hier sind…und Newton.