Ich, ich & ich

"Der natürliche Zustand des Seins"


"Ich, Ich und Ich“ ist mein Lieblingswerkzeug, mein Zugang zum Sein. Dabei geht es darum, zuzulassen, dass Ich alles gestalte, dass Ich alles bin, was um mich herum und in meinem Leben geschieht – dass Ich bin.

Und dazu gehört, dass alles, woran ich noch gerne gebunden wäre, Religion, Beziehungen, Seelenfamilie, sich trennt. Deshalb enthält dieses Werkzeug, so einfach und klar es ist, oft Kampf und Herzschmerz.

 

Dabei ist dieses „Ich bin, ich existiere.“ der natürliche Zustand des Seins. Auf der anderen Seite, der Ort, den wir in unseren Träumen und nach dem Tod aufsuchen, sind wir dieser Wahrnehmung näher. Dort ist allen bewusst, dass jeder selbst ein Leben auf der Erde wählt, dass jeder die passenden Herausforderungen gestaltet und dass jeder selbst bestimmt, wann er die Erde wieder verlässt. Doch auch auf der anderen Seite sind unsere Aspekte da und wir binden uns gerne an Lehrer, Bewusstseinsgruppen und Karma.

Alles auf sich zu beziehenund nur sich selbst wahrzunehmen, ist im bequemen Erdenzyklus von Geburt, Tod, Seinspause, Geburt, Tod, Seinspause, ..., die große Aufgabe. Die unendliche Wiederholung ist vertraut und gemütlich, ihre bewusste Wahrnehmung hingegen erzeugt in den meisten Menschen Enge, Herzschmerz und Angst.

Und so flüchten wir uns seit tausenden von Leben in dieselben Ablenkungen: Macht, Familie, Erfolg, Religion, die Welt retten, Gutes tun. Hier kann ich mich klein fühlen, als Teil eines Ganzen. Zum Beispiel sagen wir lieber: „Ich habe Krebs, weil es Teil von Gottes Plan ist.“, anstatt es als die eigene Gestaltung zu akzeptieren. Man erzeugt den Anschein, man wäre in allem, was um einen herum ist, verloren, um nicht zu merken, dass nicht „man“, sondern Ich alles gestalte.

Dieses So-Tun-als-ob tut weh. Der Schmerz und die innere Unruhe bewegen Sie dann zu sich selbst: „Nur Ich bin wichtig.“ und gleichzeitig „Ich bin absolut unwichtig für alle anderen Menschen. Kein Mensch will was von mir. Kein Mensch braucht mich!“.
Für viele fühlt sich diese Realisierung zunächst eng an, denn sie beinhaltet Anstrengung und Kampf, und ja, auch ein Gefühl von Einsamkeit. All das ist Teil des „Ich bin, ich existiere.“.


Durch die Arbeit mit „Ich, Ich und Ich“ werden Sie authentisch.
Authentisch-Sein bedeutet, Klarheit mit sich selbst zu haben. Es bedeutet, sich bewusst zu sein, alles im eigenen Leben zu gestalten: Leichtigkeit, Schwere, Drama, Freude, Zweifel, Energiespiele, Kampf, Aussaugen. Mit dem Authentisch-Sein kommt deshalb auch die eigene Dunkelheit in Ihr Leben. Sie ist zwar schon die ganze Zeit da, doch wir Menschen sind Meister darin, sie auf andere Leute zu verteilen. Der Chef, der sich über mich stellt. Die Familie, die ständig anruft um Energie zu bekommen. Der Partner, der mich betrügt.
Die ferne Dunkelheit kommt langsam nach Hause. Sie realisieren, dass Energiespielchen nur in Ihrem Leben sind, weil Sie spielen: Mein Chef kann sich nur über mich stellen, wenn ich mich klein mache. Meine Familie ruft an, weil ich mich an sie binde und Bestätigung will. Ich betrüge mich, weil ich mein Glück an andere Menschen knüpfe.
Authentisch zu sein heißt, hinzuschauen wie die Sachen sind, zu sich selbst zu stehen und Verantwortung für die eigene Gestaltung zu übernehmen. Damit können Sie anfangen, indem Sie sich nach jeder Erfahrung fragen: Warum habe ich mich geärgert? Warum habe ich das gemacht? Was habe ich mir gezeigt?
Anfangs ist es schwer vorstellbar, alles auf sich zu beziehen. „Das ist doch viel zu anstrengend. Dann denken ja alle, ich bin egoistisch.“ Und ja, das sind Sie. Nehmen Sie dieses Gefühl wahr. Neben der anfänglichen Enge, Anstrengung und Unsicherheit, breitet sich mit der Zeit ein Big-Picture-Gefühl aus: „Wenn ich fühle, dass ich alles in meinem Leben selbst gestalte, nehme Ich auch wahr, dass alle Menschen ihr Leben perfekt gestalten.“ Sie lassen andere Menschen los und Emotionen wie Mitleid, Schuld, schlechtes Gewissen und das Wir-Gefühl verschwinden. Irgendwann ist dann während allem, was Sie machen, dieses Ich-Gefühl da. Es erzeugt automatisch Spannung, wenn Sie versuchen, etwas jemand anderem in die Schuhe zu schieben oder sich vor sich selbst zu verstecken.


Wie immer bringt die Klarheit Anstrengung mit sich, so auch auf dem Weg des „Ich, Ich und Ich“.
Atmen Sie beim Lesen dieser Zeilen einmal ein und nehmen Sie mit Ihrem Kopf oder Ihrem Gefühl wahr, dass Sie gerade diese Zeilen lesen, nicht der Nachbar, nicht Ich, nicht ein Fremder. Schon sind Sie im Sein. Mehr werden Sie niemals werden. Mehr Bewusstsein gibt es nicht.


„Ich lebe, mich gibt es.
Ich bin. Ich existiere.“


Und hier ist die Arbeit schon zu Ende.