Ziele

"Ich bin. - Was gibt es da noch zu erreichen?"

Ziel, Erreichen, Erfüllung

Wir Menschen lieben es, uns Ziele zu setzen.

Reichtum, Beliebtheit, Fülle, Ruhe, Sicherheit. Jeder Mensch hat diese Ziele, die es dann zu erfüllen gilt. Dabei beziehen Sie sich auf eine Zukunft, in der endlich alles perfekt ist. Dann sollte man doch für immer glücklich und zufrieden sein, sobald man sein lang ersehntes Ziel erreicht hat – Aber Pustekuchen! Kaum angekommen schaut schon das nächste Ziel um die Ecke. 

Kommt Ihnen das bekannt vor?

 

Jeder von uns hat zum Beispiel das Ziel, irgendwann genug Geld zu haben, um sich keine Sorgen mehr machen zu müssen. Fühlen Sie… Und? Wie viel Geld fehlt Ihnen, um dieses Ziel zu erreichen? 10.000, 100.000? Ok. Und jetzt atmen Sie tief ein und fühlen Sie, wie Sie in diesem Moment genau diese Summe auf Ihrem Konto finden.

Puuh, erleichtert? Wahrnehmen - wie sich diese Erleichterung in Ihnen ausbreitet und Wärme, Ruhe und Gelassenheit ausstrahlt.

Nehmen Sie sich Zeit, dieses Gefühl wahrzunehmen – Denn in diesem Augenblick, in dem alle Ihre Ziele erfüllt sind, alle Ihre Aspekte beruhigt sind, können Sie Ihr Sein wahrnehmen.

Und jetzt gehen Sie ein, zwei Tage weiter – nachdem Sie sich gefreut haben, gefeiert haben, Ihre Schulden beglichen haben. Was taucht dann auf, welche Gedanken machen Sie sich?

Mh, wenn ich noch etwas mehr Geld hätte, dann könnte ich mir dieses schöne neue Auto leisten, oder mir ein Haus kaufen, oder Geld anlegen und sparen…

Et voilà! Das nächste Ziel ist gesetzt, die nächste Karotte vor die Nase gebunden.

 

"Es irrt der Mensch, solang er strebt"

(Faust, Johann Wolfgang von Goethe)

Warum machen wir das? Warum begeben wir uns in diese Spirale, in der es immer ein nächstes Ziel zu erreichen gibt?

Stellen Sie sich vor, Ihre Ziele spielen keine Rolle mehr – Ersparnisse, eine Familie, ein Haus, Fülle, Erleuchtung, Weisheit, alles nicht wichtig.

Leere? - Warum gehe ich dann noch so viel arbeiten? Warum ist es dann noch wichtig, ob mich jeder toll findet? Warum investiere ich dann so viel Zeit und Energie in Bewusstseinsarbeit, in das nächste Channeling, in die nächste Meditation?

Weil Sie sich dadurch klein halten können: „Ich muss ja erst noch Dieses und Jenes erreichen, um…“ Sie binden Ihre Vollkommenheit, Ihr Sein an eine Zukunft und können so dieses schöne Spiel der Begrenzung, der Suche spielen. Dabei versuchen wir Menschen unseren Taten, unserem Dasein einen Sinn zu geben, indem wir etwas mit einer Absicht, für ein Ziel tun. Dieses Streben finden Sie überall im Massenbewusstsein: Wenn ich studiere, dann ist es selbstverständlich, dass ich dann in diesem Beruf arbeiten werde. Wenn ich meinen Job kündige, muss ich etwas anderes geplant haben. Ambitionen und Ziele zu haben, ist in unserer Gesellschaft eine wichtige Eigenschaft.

 

Auch diese Begrenzung des Seins bringt Bewegung mit sich. Ich habe viel damit gearbeitet zu sagen: Ok, das will ich als nächstes verändern. Zum Beispiel mich von meiner Familie zu trennen, keine Energiespielchen mehr zu machen, kein Drama mehr zu machen…

Eine Zeit lang hat das funktioniert, mich von einem Ziel zum nächsten zu hangeln. Doch sobald ich gefühlt habe, dass ich bin, in jedem Augenblick, musste ich immer Energie aufwenden um so zu tun, als ob ich noch etwas erreichen müsste.

Alles ist schon Teil von Ihnen, Sie sind alles - so zu tun, als wären Sie das nicht und müssten erst noch etwas erreichen, ist ein Spiel.

Sie werden nicht mehr Sie selbst werden, wenn Sie etwas erreicht haben.

 

Viele Menschen sagen dann: Ja, aber ich bin doch nicht vollkommen, wenn Leere und Mangel Teil meines Lebens sind.

Genau diese Illusion von Leere und Fülle treibt uns alle auf der Erde an. Halten Sie inne. Atmen Sie. Und? Leer? Erfüllt?

In diesem Atemzug fühlen Sie Ihr Sein. Sie existieren.

 

Wenn Sie sich jetzt noch ein Ziel setzen wollen, werden Sie fühlen, dass Sie es im gleichen Moment schon erreicht haben.